Schneekönigin              

von Jennifer Jennsel              

Aquarell                                                     

42cm x 29.5cm

 

Der mexikanische Surrealismus hat für die Malerin eine besondere Bedeutung. In Europa wird zumeist die surrealistische und damit auch die Malerei von Jennifer Jennsel fast ausschließlich mit Frida Kahlo verbunden. Wenngleich sie eine große und inzwischen über die mexikanischen Landesgrenzen hinaus anerkannte Künstlerin ist, überragten Einflüsse anderer Künstlerinnen und Künstler die Malkunst Jennifer Jennsels. Vor allem Remedios Varo und Jorge Quiróz, der Lehrer ihres Vaters, José Luis Ruissó, übten in den ersten Jahren ihres Schaffens einen nachhaltigen Eindruck auf die Künstlerin aus. Das hinderte sie nicht daran, ihren eigenen Stil zu entwickeln, der nur unzureichend mit Attributen wie phantastisch, surrealistisch, magisch-realistisch oder symbolistisch zu charakterisieren ist. Jennifer Jennsel malt vorwiegend in Öl. Für Vorstudien, Auftragsarbeiten und Bilder, die in kurzer Zeit fertiggestellt werden müssen, verwendet sie gerne auch Farben wie Aquarell, Gouache und Acryl. Das Zeichnen hat für die Malerin einen ebenso hohen Stellenwert wie die Malerei. 

 

Das dünne und weiße Buch…

Der Geruch von Ölfarbe und Terpentin, der aus dem Künstleratelier meines Vaters drang, ist etwas, das mir seit frühester Kindheit sehr vertraut ist. Ich schätze dieses besondere Aroma, das mir für immer sehr gute Erinnerungen zurückruft: wertvolle Schätze meiner Kindheit, meinem Leben einerseits, verbunden mit der Erinnerung an meinen Vater, umgeben von seinen Ölfarben, seinen Pinseln und andere Hilfsgeräte vor seiner Staffelei, die vielen in meinem Gedächtnis bewahrten Kunstwerke meines Vaters und deren heute noch ungeahnten Schicksale. Andererseits erinnert mich dieses besondere Aroma an einen anderen Schatz unseres Zuhauses, an das riesige Bücherregal meines Vaters, das meine Neugierde weckte. Dort gab es viele Bücher, Enzyklopädien und vor allem viele Kunstbücher. Dort entdeckte ich eines Tages - ich war ungefähr 7 Jahre - dieses dünne und weiße Buch, darin das Bild einer Frau, fast eines Mädchens, von einem Drachen umarmt, von seinem feurigen Kuss umschlungen. Als ich das Buch zwischen meinen kleinen Händen hielt und es anzusehen begann, wurde ich sogleich verzaubert und trat ein in eine magische Welt nüchterner Töne, aber überschwänglicher Fantasie, eine Welt voller Poesie, in der Figuren in Aquarellen und sehr feinen Zeichenlinien lebendig wurden, Engel, Feen, Prinzessinnen, Meerjungfrauen und Madonnen-Mädchen, die fast in einer göttlichen Aura schwebten, Gesichter und Kostüme, die auf feinste Weise gestaltet wurden, um ihre ätherische Würde zu betonen, unschuldige Geister, denen es dennoch nicht an Kraft und Stärke mangelt … ja, ich trat ein und ohne es wahrzunehmen, war ich hoffnungslos von der magischen und malerischen Welt Sulamith Wülfings verzaubert. Fortan nahm sie einen besonderen Platz in meinem Künstler Heiligtum ein. Sie war und blieb eine künstlerische Inspiration für mich. Die Malerei der mexikanischen Künstlerin Jennifer Jennsel beruht auf surrealistische, symbolistische Einflüsse sowie Anklänge des magischen Realismus. 

 

Schneekönigin

1.700,00 €Preis